Vortrag Prof. Dr. Helmuth Kiesel (Heidelberg): Goethe und die Goethe-Gesellschaft im Dritten Reich
15.04., 18h00
Goethe war nicht gerade der Lieblingsdichter der Nationalsozialisten; er war ihnen zu kosmopolitisch und zu wenig heroisch. Aber nationalsozialistische Kulturfunktionäre und regimeaffine Germanisten gaben sich denkbar große Mühe, den „deutschen Goethe“ zu „entdecken“ und in NS-affirmativem oder gar propagandistischem Sinn hervorzukehren. Auch die Goethe-Gesellschaft spielte hierbei eine beträchtliche Rolle. Der Vortrag skizziert dies auf der Basis der neueren Forschung (insbesondere der Untersuchung von W. Daniel Wilson, Der faustische Pakt: Goethe und die Goethe-Gesellschaft im Dritten Reich, 2018).
