Johann Sebastian Bach – h-Moll-Messe in Neuried-Altenheim
23.10., 19h00
Ein Gipfelwerk der Musikgeschichte im Originalklang: Im Oktober bringt die Cappella West Freiburg und ein historisch besetztes Barockorchester Johann Sebastian Bachs monumentale h-Moll-Messe BWV 232 zu Gehör.
Manche Werke sprengen die Grenzen ihrer Gattung und öffnen einen Klangraum von existenzieller Wucht. Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe zählt unbestritten dazu: Gegen Ende seines Lebens schuf der Thomaskantor eine Partitur, die als Quintessenz seines gesamten Schaffens gilt. Aus vollendeter Polyphonie, klangprachtvollem Festjubel und tief empfundener Spiritualität formte er jenen Meilenstein. Vom schmerzhaften Klagegesang des Crucifixus über das strahlende Glanzlicht des Sanctus bis zur erlösenden Friedensbitte des Dona nobis pacem entfaltet sich ein musikalischer Kosmos, der Hörerinnen und Hörer seit Jahrhunderten unmittelbar berührt.
Das Publikum darf sich auf eine Aufführung im Geiste historischer Aufführungspraxis freuen. Ein Orchester auf Originalinstrumenten – bespannt mit Darmsaiten, geführt mit Barockbögen und ergänzt durch historische Holz- und Naturblechbläser – lässt gemeinsam mit hochkarätigen Solostimmen und dem Chor Cappella West Freiburg die unverstellte Klangrede des 18. Jahrhunderts lebendig werden.
Angeführt wird das Ensemble von dem international bekannten Barockexperten Gottfried von der Goltz als Konzertmeister, der für stilistische Schärfe und interpretatorische Tiefe bürgt, während die künstlerische Gesamtleitung in den Händen von Kantorin Laura Škarnulytė liegt. Eintritt frei – um Spenden wird gebeten.
