Home Aktuelle Events - Empfehlung von Kultur-Artour “Les Idoles – Michel Bedez” Ausstellung am Rande der “Art brut” im Musée Würth France Erstein

“Les Idoles – Michel Bedez” Ausstellung am Rande der “Art brut” im Musée Würth France Erstein

by Brigitte Matt-Brassel
Marie und der Oktopus. Serie die Idole. Michael Bedez. Foto: Christophe Urban
Michel Bedez, Autodidakt, präsentiert seine Idole im Museum Würth am Rande der Ausstellung „Art Brut. Ein einzigartiger Dialog mit der Sammlung Würth“ vom 4. Januar bis 12. Februar 2023.
DIE IDOLE: DIE MACHT DER URSPRÜNGE

Zunächst verbringt er eine Kindheit im Val d’Argent, im Herzen der Vogesen. Ein kleines Land, bevölkert von riesigen Bäumen, verlassenen Minen und dunklen Geheimnissen. Schon früh war Michel Bedez fasziniert von den bunten Statuen der kleinen Kirche, den Legenden der bewohnten Wälder, den Tarotkarten auf den Tischen der Bistros. Er zeichnet Tausende von Geschichten auf die Rückseite vorgedruckter Abrechnungsbögen, die ihm sein Vater aus der Fabrik mitgebracht hat.

Viel später, nachdem er ein Leben damit verbracht hat, Ereignisse zu erschaffen, nimmt er die Geschichte der exquisiten Leichen seiner Jugend wieder auf. So wurden “The Idols” geboren, eine Mischung aus dem Heiligen und dem Heiden, dem Himmlischen und dem Tellurischen. Sie repräsentieren sein persönliches Pantheon, seine Gegenmythologie. Sie sind zu seiner zweiten Natur geworden.

Idole sind kleine Götter, die die Macht haben, die Krankheiten der Menschen und der Gesellschaft zu heilen. Sie sind fromme Totems, Vertraute und Ausrufer der Wälder, Enkel Noahs und Retter am Boden. Sie werden in Notizbüchern, auf Leinwand oder in Form von Statuen lebendig, die aus Linden aus dem nahe gelegenen Wald geschnitzt wurden und das Ergebnis einer künstlerischen Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Loïc Bosshardt sind. Die Idole treten meistens in Bands auf, in den Wäldern, manchmal in den Städten, was zu unwahrscheinlichen Begegnungen mit Stadtmenschen führt.
https://www.musee-wurth.fr