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Sophie Taeuber-Arp. Gelebte Abstraktion

20.03. - 20.06.

Die Schweizerin Sophie Taeuber-Arp (1889–1943) war eine Pionierin der Abstraktion. In ihrem interdisziplinären Schaffen ebnete sie mit scheinbar spielender Leichtigkeit die althergebrachten Grenzen zwischen Kunst und Leben ein. Die Experimentierfreude der Avantgarde-Zirkel von Zürich und Paris, denen sie angehörte, und ihre kunsthandwerkliche Ausbildung und Lehrtätigkeit verschmolzen zu einer gelebten, angewandten Abstraktion, mit der sie nahezu alle Lebensbereiche gestaltete.
Bei ihrem tragischen Unfalltod 1943 umfasste ihr Œuvre Textilien wie Kissen und Tischdecken, Perlarbeiten, ein Marionettentheater, Kostüme, Wandmalerei, Möbel, Architektur, Grafikdesign, Malerei, Zeichnung, Skulptur und Reliefs.

Sophie Taeuber-Arp entschied sich früh für eine kunsthandwerkliche Ausbildung in St. Gallen und München, wo sie sich an der Debschitz-Schule auf Textildesign und Holzbildhauerei spezialisierte. Handarbeit und kunsthandwerkliche Techniken erlebten in dieser Zeit als Gegenentwurf zur weit verbreiteten industriellen Produktion eine neue Wertschätzung. 1914 liess Taeuber-Arp sich in Zürich nieder und bildete sich im Ausdruckstanz aus. Mit ihrem späteren Ehemann Hans Arp war sie in der anti-bürgerlichen Dada-Bewegung aktiv. Sie nahm an einer Vielzahl von Ausstellungen kunsthandwerklicher Arbeiten teil. In der zweiten Hälfte der 20er-Jahre nahmen Taeuber-Arp und ihr Mann die französische Staatsbürgerschaft an. Sie hielt sich viel in Strassburg auf, wo sie eine Reihe von Aufträgen für die Gestaltung von Innenräumen erhielt. In den frühen 30er-Jahren gab Taeuber-Arp ihre Stelle in Zürich auf und zog nach Paris. 1940 flüchteten Taeuber-Arp und ihr Mann vor den Nationalsozialisten nach Südfrankreich. Dort litten sie unter Armut und Mangelernährung. 1943 gelang ihnen die Flucht nach Zürich, wo Sophie Taeuber-Arp kurz darauf an einer Kohlenmonoxidvergiftung durch einen falsch gehandhabten Ofen auf tragische Art ums Leben kam. (Foto: Sophie Taeuber-Arp im Planungsbüro für die Aubette, Strassburg 1927, Fotograf unbekannt, Stiftung Arp e.V.)

Es sind die vorgegebenen Covid 19-Regeln einzuhalten.
Tickets für den Eintritt sind unter Angabe eines Zeitfensters zu buchen.

Details

Beginn:
20.03.
Ende:
20.06.
Veranstaltungskategorie:
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Veranstaltungsort

Basel, Kunstmuseum – Neubau
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