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Fachtagung: Vom Bodensee in die Welt?

17.01., 9h00 - 19.01., 17h00

Wissenschaftliche Fachtagung
Vom Bodensee in die Welt?
Der Kunsttransfer in der Vierländerregion und seine Rolle für die Provenienzforschung

Das Zeppelin Museum Friedrichshafen hat während eines zweijährigen Projekts – gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste – die Provenienz von über 400 seiner Kunstwerke erforscht. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden seit Mai 2018 in der Ausstellung “Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand” präsentiert. Anlässlich dieser Zwischenbilanz richtet das Zeppelin Museum vom 18. bis 19. Januar 2019 eine wissenschaftliche Tagung zur Provenienzforschung aus. Anknüpfend an die bisherigen Ergebnisse und Fragestellungen der Forschung im Haus möchte die Tagung den Schwerpunkt auf die Betrachtung der Bewegungen von Kunstwerken in der Zeit nach 1945 legen. Dieser Zeitraum stellt sowohl hinsichtlich der auszuwertenden Quellen als auch der Strukturen und Netzwerke im Kunsthandel immer noch ein Forschungsdesiderat dar. Ein Fokus wird in jedem Bereich auch immer auf einzelne SammlerInnen und HändlerInnen gerichtet. Geographisch steht die Situation in Baden-Württemberg und die Frage nach dem Kunsthandel in der Schweiz im Zentrum. Aber auch das Thema des Kunsttransfers von Ost nach West, aus der DDR in die BRD, soll in einem eigenen Panel beleuchtet werden.

→ Die Teilnahme ist öffentlich und kostenlos.
→ Um Anmeldung wird gebeten an: niehoff@zeppelin-museum.de

Programm Freitag, 18. Januar
9.30 Uhr
Begrüßung durch Herrn Bleibler
Einführung durch Sabine Mücke (Provenienzforschung im Zeppelin Museum/Kuratorin der Ausstellung Eigentum verpflichtet)

10 – 12.30 Uhr
Panel 1: Neuanfang mit alten Bekannten. Fokus auf Baden-Württemberg
– Dr. Katharina Siefert, Badisches Landesmuseum Karlsruhe:
Netzwerke und Kontinuitäten nach 1945 am Beispiel des Badischen Landesmuseums Karlsruhe
– Johanna Poltermann, Staatsgalerie Stuttgart:
“Stunde Null”? Netzwerke und Akteure nach 1945 am Beispiel der Staatsgalerie Stuttgart
– Fanny Stoye, Provenienzforscherin und Kuratorin der Ausstellung
Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand: Netzwerke und Kontinuitäten nach 1945 am Beispiel des Zeppelin Museums (Der Kunsthändler Benno Griebert)
– Podiumsdiskussion

12.30-14.00 Uhr
Mittagspause

14.00-15.15 Uhr
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung Eigentum verpflichtet

15.30 – 17.30 Uhr
Panel 2: Eine alte Debatte?
Die Schweiz als Drehscheibe von Raub und Fluchtgut
– PD Dr. Christian Fuhrmeister, Zentralinstitut für Kunstgeschichte München:
Akteure, Strukturen, Perspektiven – das “Betriebssystem Kunst” vor und nach 1945
– Dr. Lukas Gloor, Sammlung Bührle Zürich: Emil Bührle (Zürich) als Sammler mittelalterlicher Skulpturen
– Podiumsdiskussion

Programm Samstag, 19. Januar
9.30 – 12 Uhr

Panel 3: Von Ost nach West
– Mag. Julia Eßl, Albertina Wien: „[…] wie sich das Schicksal unserer Sammlung endgültig gestaltet.“ Die Sammlung Heumann, Chemnitz
– Hedwig Döbele, Galerie Döbele Dresden: Handel zwischen der BRD und dem Staatlichen Kunsthandel der DDR (am Beispiel der Galerie Döbele in Ravensburg)
– Podiumsdiskussion

Kontakt/Anmeldung
Mark Niehoff M.A.
Tel. +49 7541 3801-26
niehoff@zeppelin-museum.de

Veranstaltungsort

Friedrichshafen, Zeppelin Museum
Friedrichshafen, Deutschland + Google Karte